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Rückblick auf ein tolles Lager in Zweisimmen


Die Ausgabe 2019 unseres Zweisimmenlagers fand wettermässig in der Periode statt, in welcher die lange andauernden Hitzehochs durch abwechselnde Tiefdrucksysteme und Zwischenhochs mit angenehmeren Temperaturen abgelöst wurden. Die grossen Streckenfluglagen blieben aus. Die immer neuen Kombinationen von thermischer Konvektion und grossräumigen Windsystemen boten Abwechslung und forderten uns immer wieder heraus. Blauthermik, Hangwind und auch mal eine sehr tiefe Wolkenbasis wechselten sich ab. Naturgemäss wurden deshalb unsere Flüge eher kürzer, so waren auch die gesamt erflogenen Zeiten bescheidener als im Vorjahr.

An 10 Tagen konnten wir fliegen. Zwei Flugschüler und eine Flugschülerin genossen die Doppelsteuerflüge auch dann, wenn sie recht kurz waren. 8 Piloten der Segelfluggruppe Birrfeld, 9 Skylark-Piloten sowie je ein Pilot der SG Freiburg und SG Oberaargau verbrachten in 10 mitgebrachten Segelflugzeugen gemeinsam mit einheimischen Piloten insgesamt 181 Stunden in der Luft und landeten 103 mal. 2 Schleppflugzeuge versahen ihren Dienst während 25 Stunden. Der Motorsegler HB-2097 von Hans Hedinger war in 30 Flügen nahezu 39 Stunden unterwegs – fast jeden Tag bis zum Matterhorn.

Das Zweisimmenlager hinterlässt unvergessliche Erinnerungen. Das zeigte sich, als ehemalige Aktive uns besuchten, ihre Erlebnisse auffrischten und auch gerne mal wieder im Doppelsitzer mitflogen. Nicht nur eingefleischte Aviatiker fliegen gerne: Der Dirigent des Jugendorchesters des Menuhin-Festivals liess sich zwischen seinen Proben im Musikhaus Zweisimmen in die Lüfte entführen.


Auch dieses Jahr hatte das eingespielte Leitungsteam (Christoph Heuberger, Erik Imhof, Werner Trütsch, BJ Minder) selbstlose Helfer an der Hand. Esther Urech führte an den meisten Tagen die Startliste, und Willi von Dach stand mit grosser Übersicht und immer voller Humor als Flugdienstleiter und auch als helfende Hand in der Baracke unermüdlich im Einsatz – an dieser Stelle ganz herzlichen Dank! Besonders hervorheben möchte ich den Einsatz der Fluglehrer. Vor allem der frischgebackene Instruktor der SG Birrfeld, Pascal Wenker, trainierte sowohl «Grünhörner» als auch schon fortgeschrittene Piloten unermüdlich auf dem DuoDiscus. Bei Skylark nahmen sich Christian Schmid und Tobias Gwerder der lernwilligen Piloten an, und auch die «Urgesteine» Werner Trütsch sowie der Schreibende boten gerne Weiterbildungs- und Trainingsgelegenheiten an.

Sicherheitsthemen wurden nicht nur an den täglichen Briefings aufgegriffen. Die wenigen Regentage nützten wir für Rekognoszierungen der möglichen Notlandefelder bei einem Seilriss und die Analyse möglicher Landetaktiken. An einem weiteren grau-nassen Tag durften wir den Kommandostollen des Flugplatzes in St. Stephan besichtigen. Bei vielen von uns lebten «Tempi passati» aus der eigenen Militärzeit wieder auf. Und am Tag mit dem fast permanenten Rückenwind wurde die Fitness bei einer Wanderung zu den Sieben Brünnen gepflegt. So haben wir die zwei Wochen voll geniessen können. Gemeinsames Frühstück im Hotel Diana in St. Stephan, Abendessen dort oder an anderen Orten sowie Grillabende bei der Baracke der ASGZ brachten viel Lustiges und Unterhaltsames in unsere Ferien.


Zum Schluss geht ein herzlicher Dank an unsere Gastgeber von der Alpinen Segelfluggruppe und der Flugplatzgenossenschaft Zweisimmen. Wir haben wiederum die Infrastruktur frei benützen dürfen und wurden allenthalben unterstützt. Klar, dass wir uns auf die Ausgabe Zweisimmen 2020 schon jetzt sehr freuen.


August 2019, Christoph Heuberger

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